Sonntag, 27. September 2009

... auf die Reise nach Südfrankreich

Nach einer beruflich sehr stressigen Zeit haben wir uns Urlaub wirklich verdient! Der Weg ist das Ziel! Nach diesem Motto haben wir unsere Anreise nach Südfrankreich für drei Tage geplant und sehr genossen. Der Weg führte uns über die Schweiz, wo wir lange nicht mehr gesehene Freunde besucht haben, nach Chamonix am Mont Blanc. Von der Dachterrasse unseres Hotelzimmers schien er zum Greifen nah.
Von dort fuhren wir am 25.09. weiter über Albertville, Grenoble durch die Provence nach Südwesten. Je weiter wir kamen, desto wärmer und sonniger wurde es. Am Nachmittag war die letzte Etappe des Tages die Ardèche.
Am Abend fuhren wir ein Hotel an, von dem ich zufällig im Inet gelesen hatte, "Le Clos des Arts" in Les Mages am Rande des Parc nationale des Cevennes. Meistens sind die Bilder im Netz zu Werbezwecken geschönt, in diesem Fall verschlug es mir fast den Atem, so sehr wurden meine Erwartungen übertroffen!
Wir wurden sehr sehr herzlich empfangen! Das allerletzte noch freie Zimmer wurde unser Quartier für die Nacht.
Ein vom Hotelier empfohlenes Restaurant ganz in der Nähe haben wir gern besucht und dort ganz ausgezeichnet gegessen. Das Frühstück gab es in einem alten Gewölbe in der Anlage. Leider hatten wir keine Zeit mehr für den Besuch des angegliederten Museums Schoeneberger. Die Skulpturen im Hof waren sehr schön, weitere anzusehen hätte sich sicherlich gelohnt.
Ein weiterer Grund einmal wieder zu kommen!
Eine unbeschreiblich tolle Atmosphäre, ausgesprochen nette Mit-Gäste vieler verschiedener Nationalitäten, es war wirklich ein Glück, daß wir dort eine Nacht verbringen konnten!
Die letzte Anreise-Etappe führte uns durch den Nationalpark des Cevennes. Ein absolut lohnendes Ziel! Besonders die Tour durch die Gorges du Tarn ist ein atemberaubendes Erlebnis! Hinter jeder Kurve, hinter jedem Felsen erwartete uns ein neuer überraschender Anblick. Ebenso war das Chaos de Montpellier le Vieux den kleinen Umweg wert.
Ein weiteres Gänsehaut-Feeling verursachte das Viadukt von Millau, die höchste Brücke der Welt. Das Meisterwerk wurde von dem Architekten Lord Norman Foster konzipiert und ist an Eleganz wirklich kaum zu übertreffen. Diese faszinierende Brücke über den Tarn ist 2460 m lang und 364 m hoch, seit Ende 2004 für den Verkehr geöffnet. Natürlich mußte auch der kleine Umweg, der für die Überfahrt nötig war, mit eingeplant werden.
Nur aus der Entfernung ansehen reichte uns nicht, die mußte erlebt werden.
Von Millau aus ging es über die Autobahn nach Süden. Am späten Nachmittag erreichten wir unser Ferienhäuschen südlich von Narbonne. Fotos und Beschreibung folgen.
Das Wetter ist sonnig und die Temperaturen liegen bei sommerlichen 28 - 30°C.
Eine wunderbare Urlaubswoche liegt jetzt vor uns.
Bevor wir die Tour für die Rückreise planen suchen wir erstmal in aller Ruhe Muscheln, genießen Fisch, Käse und Vin Rouge und lassen die Seele baumeln.